Magnesium und Magnesiummangel

Magnesium und Magnesiummangel

Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff und ein Magnesiummangel kann die verschiedensten Beschwerden hervorrufen. Normalerweise nehmen wir ausreichend Magnesium über die Nahrung auf.

Wo ist Magnesium drin?

Magnesium kommt in vielen Lebensmitteln vor, wie zum Beispiel:

  • in Vollkornprodukten, wie Vollkornbrot, Reis oder Vollkornnudeln
  • in Mineralwasser, Heilwasser, in hartem Leitungswasser
  • in Leber, Geflügel und Fisch
  • in Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen, Cashewnüssen und Erdnüssen
  • in Kartoffeln, Blattspinat, Kohlrabi in Beerenobst, Orangen, Bananen
  • in Sesam, Milch und Milchprodukten, Haferflocken

 

Magnesiummangel rechtzeitig erkennen und behandeln

Magnesium zählt zu den wichtigsten Mineralstoffen für den Menschen. Unsere Lebensmittel enthalten immer weniger Magnesium – unser Körper benötigt jedoch immer mehr davon. Magnesiummangel ist die Folge und eine Vielzahl von Beschwerden kann darauf zurückgeführt werden. Immer mehr Mediziner erkennen die Schlüsselrolle von Magnesium und empfehlen ihren Patienten die regelmäßige zusätzliche Einnahme. Doch die
Aufnahme im Magen-Darm-Trakt ist meist stark beeinträchtigt. Seit einigen Jahren gibt es eine neue Form von Magnesium: Magnesiumöl, das über die Haut aufgenommen wird und den Körper deutlich besser mit Magnesium versorgt als die Nahrungsergänzung.

Im nachfolgenden Bericht (Quelle: Kopp-Verlag) erfahren Sie mehr über Magnesium
und Magnesiummangel.

Warnende Anzeichen für ein Magnesiumdefizit

Reuben Chow

Magnesium, der zweithäufigste Mineralstoff in menschlichen Zellen, ist ein sehr wichtiger Mineralstoff. Etwa 60 Prozent des Magnesiums in unserem Körper finden sich in den Knochen, mehr als 25 Prozent in den Muskeln, der Rest im Weichteilgewebe und in Körperflüssigkeiten.
Im Folgenden erfahren Sie mehr über wichtige Funktionen dieses essenziellen Mineralstoffs und einige Warnzeichen für einen Magnesiummangel.

Funktionen

Magnesium ist an der Aktivierung vieler Enzyme im Körper beteiligt. Außerdem trägt es dazu bei, die elektrische Ladung der Zelle aufrecht zu erhalten; das gilt insbesondere für die Nerven- und Muskelzellen. Es ist wichtig für Muskelkontraktion und -entspannung. Darüber hinaus ist Magnesium beteiligt an Zellfunktionen wie Energieproduktion, Replikation der Zellen, Lipidsynthese und Eiweißbildung. Und schließlich trägt es zur Knochenbildung bei, denn es hilft bei der Steuerung des Kalziumstoffwechsels.

Für ein gesundes Herz ist Magnesium unabdingbar, weil es an Energieproduktion und Kontraktion des Herzmuskels beteiligt ist. Dadurch, dass es die Löslichkeit von Kalzium im Urin erhöht, hilft es, die Bildung von Nierensteinen zu verhindern. Tatsächlich hat sich eine Nahrungsergänzung mit Magnesium als hilfreich erwiesen, bei Nierensteinen Rückfälle zu verhindern. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Magnesiumaufnahme direkt mit der Lungenfunktion und der Schwere einer Asthmaerkrankung zusammenhängt.

Mangelsymptome

Einige Warnhinweise auf einen Magnesiummangel ähneln denen eines Kaliummangels. Es sind unter anderem:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Probleme der Nervenübertragung und Muskelkontraktion
  • Muskelkrämpfe und -spasmen
  • Schlechte Koordination
  • Schwäche
  • Kopfschmerzen, auch Migräne und Spannungskopfschmerz
  • Appetitverlust
  • Schlaflosigkeit
  • Heißhunger auf Süßes
  • Geistige Verwirrtheit
  • Reizbarkeit
  • Veränderungen der Persönlichkeit
  • Stressanfälligkeit

Menschen mit niedrigen Magnesiumwerten entwickeln leichter Beschwerden und Krankheiten wie Schlaflosigkeit, PMS, Krämpfe bei der Monatsblutung, Haarausfall, geschwollenes Zahnfleisch, Bluthochdruck, Nierensteine, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs.

Tatsächlich wurden im Herzmuskel von Menschen, die einen plötzlichen und tödlichen Herzinfarkt erlitten, sehr niedrige Magnesiumwerte festgestellt. Bei einem niedrigen Magnesiumspiegel kann es zu einem Spasmus der Koronararterien kommen, sodass der Fluss von Blut und Sauerstoff zum Herzen unterbrochen wird – was dann wiederum einen Herzinfarkt auslösen kann.

Bei Patienten mit Fibromyalgie und chronischem Erschöpfungssyndrom wird häufig ein niedriger Magnesiumwert ermittelt. Auch Frauen mit Osteoporose zeigen niedrigere Knochen-Magnesiumwerte als gesunde.

Ursachen eines Defizits

Weil viele Menschen sich unzureichend ernähren, beispielsweise zu wenig natürliche vollwertige Nahrungsmittel essen, bekommen sie nicht genug Magnesium. Ältere Menschen, insbesondere bei angeschlagener Gesundheit, sind anfälliger für einen Magnesiummangel. Auch vor der Regelblutung ist bei Frauen der Magnesiumwert häufig erniedrigt.

Faktoren, die die Ausscheidung erhöhen oder die Absorption senken, können zu einem
Magnesiumdefizit führen. Dazu zählen:

  • Zu hoher Kalziumverzehr (Kalzium und Magnesium müssen ausgewogen sein)
  • Alkoholkonsum – bei bis zu 60 Prozent aller Alkoholiker werden niedrige Magnesiumwerte festgestellt, denn Alkohol erhöht die Magnesiumausscheidung
    über den Urin. Dieser Mangel könnte auch einer der Gründe dafür sein, dass die Wahrscheinlichkeit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bei Alkoholikern erhöht ist.
  • Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Diabetes
  • Verdauungsstörungen wie beispielsweise Malabsorption
  • Die Einnahme von oralen Kontrazeptiva, Diuretika und/oder Medikamenten, die die Magnesiumspeicher plündern
  • Operationen

Es sei darauf hingewiesen, dass Standard-Blutuntersuchungen einen Magnesiummangel erst zeigen, wenn er sehr ausgeprägt ist, häufig hat dann eine ernste Erkrankung bereits eingesetzt. Deshalb sollte die Liste der Symptome, aber auch die Wahl der richtigen Nahrungsmittel, aufschlussreich sein.

Nahrungsquellen

Die besten Magnesiumquellen sind unter anderem Seetang, Rotalgen, Melasse-Sirup, Buchweizen, Weizenkleie, Weizenkeime, Hirse, Roggen, Tofu und Nüsse, darunter Mandeln, Cashewnüsse, Paranüsse, Erdnüsse, Pecannüsse und Walnüsse.

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

Murray, Michael, ND., Pizzorno, Joseph, ND. und Pizzorno, Lara, MA, LMT. The Encyclopedia of Healing Foods. (Enzyklopädie heilender
 Nahrungsmittel) New York, NY: Atria Books, 2005. Print.
Murray, Michael, ND, und Pizzorno, Joseph, ND. Encyclopedia of Natural Medicine. (Enzyklopädie der Naturmedizin) 2. Auflage. New York, NY: Three
 Rivers Press, 1998. Print.
Stengler, Mark, ND. The Natural Physician's Healing Therapies: Proven Remedies Medical Doctors Don't Know. (Die Heilverfahren des Naturarztes:
 Bewährte Verfahren, die Ärzten unbekannt sind) New York, NY: Prentice Hall Press, 2010. Print.
 NaturalNews.com

 

2 thoughts on “Magnesium und Magnesiummangel”

  1. Ich mag es Artikel zu lesen, über die die Menschen nachdenken. Danke, dass es mir erlaubt ist einen Kommentar zu schreiben!

  2. Auf der letzten Magnesium Konferenz wurde ein Bericht
    veröffentlicht, demnach 56% der deutschen einen starken Magnesiummangel haben. Das ist tatsächlich sehr gefährlich und mit einer der Verursacher von Allergien und Autoimmunerkrankungen. Ich merke immer wieder, dass gerade Allergien deutlich zurück gehen, wenn ausreichen Magnesium verfügbar ist.

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